Informationen zum Auswandern nach Uruguay

ohne Anspruch auf Objektivität


Uruguayer sind sehr freundliche und hilfsbereite Menschen.
Uruguay ist kulturell ein Land europäischer Einwanderer und man fühlt sich als europäischer Einwanderer auch heute noch willkommen.

Trotzdem muß man sich vor Augen führen, dass ein sehr großer Teil aller Uruguayer lieber in der EU leben würde, als im Heimatland. Löhne in Uruguay sind sehr viel niedriger als in der EU, €400 ist ein typisches Monatsgehalt (2010) für einen öffentlich bediensteten oder einen Büroangestellten.
Gleichzeitig ist das Leben in Uruguay schon billiger, aber eben nicht viel billiger als in Deutschland, vielleicht um ein Drittel.
Mieten und Kaufpreise von Immobilien sind halb so hoch wie in Deutschland, gleichfalls Lebensmittel, ärztliche Versorgung noch günstiger.
Industriell gefertigte Konsumgüter, also Computer, Elektrowerkzeuge, Küchengeräte, Textil, Haushaltswaren aller Art usw, sind teurer als in Deutschland, weil mit hohen Importzöllen belegt.
(Höchstens 10% aller industriellen Güter sind nationaler Produktion und idR auch kein großer Gegenwert fürs Geld) Hinzu kommen 21% Mwst, allerlei soziale Abgaben, und für manche Güter, zB PKWs, noch eine Luxuskonsumsteuer.
Uruguay dürfte eines der teuersten Länder der Welt für PKW Kauf sein.
Benzin ist ca 10% billiger als in Deutschland.

Gute Schulen (ab Mittelstufe) sind idR Privatschulen, mit den entsprechenden Kosten von mehreren tausend US$ pro Jahr Sehr viel Unsinn liest man im Internet bezüglich der Kriminalität. Montevideo ist recht friedlich und sicher, aber nur verglichen mit anderen südamerikanischen Großstädte. Es hat definitiv mehr Kriminalität als die durschnittliche europäische Großstadt. Man möge nur durch Villen Viertel wie Carrasco gehen, und schauen wie festungsartig vergittert die Häuser sind. Tendenz steigend.

Nicht tot zu kriegen zu sein scheint der Begriff der „Schweiz Südamerikas“. Seine Geltung hatte er bis in die 1950er Jahre als Uruguay tatsächlich eine kleine Insel des Wohlstandes, der Stabilität und der Banken war.
Klein ist Uruguay noch immer, ein regionales Bankenzentrum auch. Um Wohlstand und soziale Stabilität ist es aber nicht mehr so gut bestellt wie vor 50 Jahren.

Mir persöhnlich schmeckt es hervorragend in Uruguay, alles was ich frisch kaufe, Fleisch, Fisch, Obst, Gemüse ist hervorragend, gleiches gilt für alles weitere für die mediterrane Küche, Käse, Salami, Wein, Olivenöl..
Falls man gerne reitet – Pferde sind spottbillig, die geläufigste Rasse, die Criollos sind gutmütige Tiere und die Pampa ist weit.
Schön sind die Strände (Fotos Uruguay), und das Klima ist genau nach meinem Geschmack, noch so sehr gemäßigte Breiten, dass es echte Jahreszeiten gibt, aber nicht so lange Winter wie zB in old Hamburg.

Am schwersten haben es, wie in vielen anderen Auswandererzielen auch, und wie man es immer zum Gaudi aller in den Auswanderer TV Soaps vorgeführt bekommt, jene, die nicht ausgesorgt haben, jene, die sich einen Broterwerb suchen müssen.
Noch einmal, 1000 Uruguayer würden sofort mit Ihnen tauschen, weil das dort wo Sie herkommen viel einfacher ist als dort, wo Sie hinwollen.

Versuchen Sie bloß nichts mit Gastronomie oder irgendeiner Art von Vermittlertätigkeit. Von all dem gibt es bereits zu viel.
Lernen Sie spanisch, am besten schon, bevor Sie kommen. Es gibt, anders als in Paraguay, keine große deutschsprachige Szene in der Sie eintauchen können, und seien Sie froh drum, sowas hat wieder seine eigenen Macken.

Das kaufen einer Wohnimmobilie ist eigentlich einfach, ich würde herum fahren und schauen, welche Ecke des Landes (der Küste) am meisten gefällt. Anders als in Deutschland sind die meisten zu verkaufenden Häuser von aussen als solche (per Schild mit Tel von Makler oder Eigentümer) zu erkennen. Und es steht immer viel zum Verkauf, auch in wirtschaftlich guten Zeiten, es wird allgemein gerne an- und verkauft, scheint es.
Wenn Sie einmal durch Punta del Este spazieren, die Anzahl der Immobilienmakler Geschäfte ist schier unglaublich.

Die Residencia, die Daueraufenthaltsgenehmigung, ist recht einfach zu erhalten, nötig sind die üblichen Personenstandsdokumente und der Nachweiß, dass man für seinen Lebensunterhalt aufkommen kann. Man kann das selbst erledigen, die zuständige Behörde in Montevideo, so wie der öffentlichen Dienst allgemein, ist transparent und funktioniert.
Man will sich vielleicht trotzdem einen Einwanderungshelfer suchen, der die Regie übernimmt, um Zeit für besseres zu haben. Einwanderungshelfer nehmen sich meist auch kreativ des Aspektes des Lebensunterhaltsnachweises an. 2009 lag das ortsübliche Honorar bei ca €1000.
Es gibt eine Reihe auch deutschsprachiger solcher Dienstleister (leicht zu googeln)
Zollfrei einführen kann der Einwanderer seinen persöhnlichen Hausstand, ohne Kfz.

Aussagen über Steuern können naturgemaäß nicht langfristig gemacht werden. Uruguay besteuert traditionell mehr den Konsum als das Einkommen, hat aber seit einigen Jahren auch eine Einkommenssteuer (auch eine Vermögenssteuer) auf inländisches Einkommen (nicht Welteinkommen), 15% kann als ungefähre Größenordnung dienen, es gelten Freibeträge.

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Die Pampa (Juan Manuel Blanes)