Informationen zum Auswandern nach Uruguay

ohne Anspruch auf Objektivität


Uruguayer sind sehr freundliche und hilfsbereite Menschen.
Uruguay ist kulturell ein Land europäischer Einwanderer und man fühlt sich als europäischer Einwanderer auch heute noch willkommen.

Trotzdem muß man sich vor Augen führen, dass ein großer Teil der Uruguayer lieber in der EU leben würde, als im Heimatland. Löhne in Uruguay sind viel niedriger als in der EU, €700 ist ein typisches Monatsgehalt (2012) für einen öffentlich bediensteten oder einen Büroangestellten.
Gleichzeitig ist das Leben in Uruguay NICHT billiger als in Deutschland.
Manches ist billiger, Mieten und Kaufpreise von Immobilien, gleichfalls frische Lebensmittel, ärztliche Versorgung, Hauspersonal. Und manches ist teurer, alle industriell gefertigte Konsumgüter, also Computer, Elektrowerkzeuge, Küchengeräte, Textil, Haushaltswaren aller Art usw, weil meistens mit hohen Importzöllen belegt.
Uruguay dürfte eines der teuersten Länder der Welt für PKW Kauf sein.
Benzin ist nur unwesentlich billiger als in Deutschland.
Gute Schulen (ab Mittelstufe) sind idR Privatschulen, mit den entsprechenden Kosten von mehreren tausend US$ pro Jahr
In den letzten 8 Jahren lag die Inflation in Uruguay 4-5% höher als in Deutschland, gleichzeitig verteuerte sich der Uruguay Peso zum Euro um 20%, so dass Uruguay sich relativ zu Deutschland um 80% verteuerte. Das Gute ist, nun dürfte eine Währungsabwertung nicht mehr allzuweit sein.

Sehr viel Unsinn liest man im Internet bezüglich der Kriminalität. Montevideo ist recht friedlich und sicher, aber nur verglichen mit anderen südamerikanischen Großstädte. Es hat definitiv mehr Kriminalität als die durschnittliche europäische Großstadt. Man möge nur durch Villen Viertel wie Carrasco gehen, und schauen wie festungsartig vergittert die Häuser sind. Tendenz steigend.

Nicht tot zu kriegen zu sein scheint der Begriff der „Schweiz Südamerikas“. Seine Geltung hatte er bis in die 1950er Jahre als Uruguay tatsächlich eine kleine Insel des Wohlstandes, der Stabilität und der Banken war.
Klein ist Uruguay noch immer, ein regionales Bankenzentrum auch. Um Wohlstand und soziale Stabilität ist es aber nicht mehr so gut bestellt wie vor 50 Jahren.

Mir persöhnlich schmeckt es hervorragend in Uruguay, alles was ich frisch kaufe, Fleisch, Fisch, Obst, Gemüse ist hervorragend, gleiches gilt für alles weitere für die mediterrane Küche, Käse, Salami, Wein, Olivenöl..
Falls man gerne reitet – Pferde sind spottbillig, die geläufigste Rasse, die Criollos sind gutmütige Tiere und die Pampa ist weit.
Schön sind die Strände und das Klima ist genau nach meinem Geschmack, noch so sehr gemäßigte Breiten, dass es echte Jahreszeiten gibt, aber nicht so lange Winter wie zB in Hamburg.

Am schwersten haben es, wie in vielen anderen Auswandererzielen auch, und wie man es immer zum Gaudi aller in den Auswanderer TV Soaps vorgeführt bekommt, jene, die nicht ausgesorgt haben, jene, die sich einen Broterwerb suchen müssen.
Noch einmal, viele Uruguayer würden sofort mit Ihnen tauschen, weil das dort, wo Sie herkommen viel einfacher ist als dort, wo Sie hinwollen.

Lernen Sie spanisch, am besten schon, bevor Sie kommen. Es gibt, anders als in Paraguay, keine große deutschsprachige Szene in der Sie eintauchen können, und seien Sie froh drum, sowas hat wieder seine eigenen Macken.

Das kaufen einer Wohnimmobilie ist eigentlich einfach, ich würde herum fahren und schauen, welche Ecke des Landes (der Küste) am meisten gefällt. Anders als in Deutschland sind die meisten zu verkaufenden Häuser von aussen als solche (per Schild mit Tel von Makler oder Eigentümer) zu erkennen. Und es steht immer viel zum Verkauf, auch in wirtschaftlich guten Zeiten, es wird allgemein gerne an- und verkauft, scheint es.
Wenn Sie einmal durch Punta del Este spazieren, die Anzahl der Immobilienmakler Geschäfte ist schier unglaublich.

Die Residencia, die Daueraufenthaltsgenehmigung, ist recht einfach zu erhalten, nötig sind die üblichen Personenstandsdokumente und Führungszeugnis, legalisiert, und der Nachweiß, dass man für seinen Lebensunterhalt aufkommen kann. Man kann das selbst erledigen, die zuständige Behörde in Montevideo, so wie der öffentlichen Dienst allgemein, ist transparent und effizient.
Man will sich vielleicht trotzdem einen Einwanderungshelfer suchen, der die Regie übernimmt, um Zeit für besseres zu haben. Einwanderungshelfer nehmen sich meist auch kreativ des Aspektes des Lebensunterhaltsnachweises an. 2009 lag das ortsübliche Honorar bei ca €1000.
Es gibt eine Reihe auch deutschsprachiger solcher Dienstleister (leicht zu googeln)
Zollfrei einführen kann der Einwanderer seinen persöhnlichen Hausstand, ohne Kfz.

Aussagen über Steuern können naturgemaäß nicht langfristig gemacht werden. Uruguay besteuert traditionell mehr den Konsum als das Einkommen, hat aber seit einigen Jahren auch eine Einkommenssteuer (auch eine Vermögenssteuer) auf inländisches Einkommen (nicht Welteinkommen, falls man ansässiger Ausländer ist), 25% kann als ungefähre Größenordnung dienen, es gelten Freibeträge.

Warum ich diese Zeilen schrieb - ich mag Uruguay recht gerne. Allein, Uruguay wird oft auf solch unsinnige Art angepriesen von Deutschen, die mit neuen Zuzüglern Geld verdienen möchten (es gibt aber seriöse deutschsprachige Makler und Einwanderungshelfer), dass ich einen nüchterneren, relativierenden Beitrag leisten wollte.

Uruguay interessiert Sie immer noch - um so besser !

Hier einige Fotos

Uruguay photos main


Uruaguy summer


Uruguay winter


Montevideo


abandoned estancias

und hier Farmland Immobilien Uruguay

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auswandern uruguay
Die Pampa (Juan Manuel Blanes)


Impressum : Peer Voss, Cerro Cora 1124, CP1544 Asuncion, Paraguay